2026 bietet in Österreich wieder attraktive Fördermöglichkeiten für Photovoltaikanlagen und dazugehörige Stromspeicher. Sowohl private Haushalte als auch Betriebe können von Investitionszuschüssen profitieren – vorausgesetzt, man kennt die Fördercalls, Fristen und Fördersätze gut.
Nach dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) werden auch 2026 wieder Investitionszuschüsse für Photovoltaik angeboten. Diese Zuschüsse unterstützen den Ausbau erneuerbarer Energieanlagen in ganz Österreich und sollen helfen, die Energiewende zu beschleunigen. Im Vergleich zu früheren Jahren ist die Förderung 2026 stärker strukturiert und orientiert sich klar an Leistungsklassen sowie festen Zeitfenstern – den sogenannten Fördercalls.
Wer bereits über eine Photovoltaikanlage nachdenkt oder ein konkretes Projekt plant, findet auf unserer Photovoltaik-Seite weiterführende Informationen zur Planung, Umsetzung und optimalen Auslegung von PV-Anlagen.
Für Photovoltaikanlagen und Speicher werden im Jahr 2026 grundsätzlich drei Fördercalls angeboten. Diese zeitlich begrenzten Aufrufe zur Antragstellung sind für alle Leistungsgrößen offen, von kleinen privaten Anlagen bis zu größeren Gewerbeprojekten.
1. Call | 23. April – 11. Mai 2026 |
2. Call | 16. Juni – 30. Juni 2026 |
3. Call | 8. Oktober – 22. Oktober 2026 |
Die jeweiligen Budgets sind je nach Kategorie gestaffelt, damit möglichst viele Projekte realisiert werden können.
Die Höhe des Investitionszuschusses hängt von der Leistung der PV-Anlage ab. Es gibt vier Kategorien, die jeweils unterschiedliche Fördersätze erhalten:
Kategorie A (≤ 10 kWp): ca. 160 €/kWp
Kategorie B (> 10 – 20 kWp): ca. 150 €/kWp
Kategorie C (> 20 – 100 kWp): ca. 140 €/kWp
Kategorie D (> 100 – 1.000 kWp): ca. 130 €/kWp
Für Stromspeicher gilt üblicherweise eine Förderung von etwa 150 € pro kWh nutzbare Speicherkapazität (bis maximal ca. 50 kWh)
Für 2026 ist ein zusätzlicher Bonus für europäische Komponenten geplant. Wer PV-Module, Wechselrichter oder Speicher aus europäischer Produktion nutzt, kann eine zusätzliche Förderung (z. B. bis zu 20 % auf Förderbeträge) erhalten – genauere Bedingungen sind von der EAG-Abwicklungsstelle abhängig.
Vorbereitung: Projektplanung, technische Daten und Kostenschätzung erstellen.
Frühzeitige Registrierung: Vor dem jeweiligen Fördercall solltest du dein Projekt im EAG-Portal registrieren.
Antragstellung: Im jeweiligen Call-Zeitraum über die Website der EAG-Abwicklungsstelle (OeMAG)einreichen.
Bestätigung & Umsetzung: Nach positiver Rückmeldung kann die Anlage gebaut bzw. erweitert werden.
Abschluss & Auszahlung: Nach Fertigstellung und Inbetriebnahme wird der Zuschuss ausgezahlt.
Wichtig: Die erste Antragstellung muss vor der Inbetriebnahme der Anlage erfolgen
2026 bleibt ein attraktives Förderjahr für Photovoltaik in Österreich. Mit klaren Fördercalls, festen Zeiträumen und strukturierten Fördersätzen bietet das EAG-Investitionsprogramm sowohl privaten als auch gewerblichen Projekten attraktive Zuschüsse. Wer frühzeitig plant, kann sich einen Teil der Bundesmittel sichern und seine Photovoltaik- oder Speicheranlagenausbaukosten deutlich reduzieren.
Tipp: Trage dein Projekt schon vor den Calls ins EAG-Portal ein, um bei Förderstarts sofort einreichen zu können.