In diesem Artikel erfahren Sie, wie sich eine Ost-West-Ausrichtung im Vergleich zur Südausrichtung auf den Ertrag, den Eigenverbrauch und die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage auswirkt.
Eine Süd-Ausrichtung bringt den höchsten Stromertrag pro kWp. Das klingt ideal, führt aber zu einem typischen Problem:
Der Großteil der Energie fällt zwischen 11:00 und 15:00 Uhr an – einer Zeit, in der viele Haushalte nur wenig Strom verbrauchen. Ohne großen Speicher landet ein großer Teil der Energie im Netz.
Vorteile Süd:
hoher Spitzenertrag
beste Werte pro installiertem kWp
ideal für kleine Dachflächen
Nachteile Süd:
Strom fällt stark konzentriert mittags an
weniger geeignet für Haushalte mit Fokus auf Eigenverbrauch
Bei einer Ost-West-Ausrichtung verteilt sich die Energie sehr gleichmäßig über den Tag.
Ostseite liefert Strom am Morgen
Westseite deckt Abendbedarf ab
Das passt deutlich besser zum Alltag vieler Haushalte. Morgens laufen Kaffeemaschine, Kühlschrank, Warmwasser; abends Beleuchtung, Kochen, E-Auto-Laden.
Vorteile Ost-West:
bessere Abdeckung typischer Verbrauchszeiten
höherer Eigenverbrauchsanteil
geringerer Netzbezug über den ganzen Tag
ideal in Kombination mit Speicher
flacher Ertragsverlauf, weniger Mittagsüberschuss
Nachteile Ost-West:
etwas weniger Jahresertrag pro kWp
größere Dachfläche wird meist benötigt
Süd ist sinnvoll, wenn:
die Dachfläche begrenzt ist
maximaler Ertrag pro Fläche wichtig ist
ein großer Speicher geplant ist
Ost-West ist sinnvoll, wenn:
der Eigenverbrauch im Vordergrund steht
ein möglichst gleichmäßiger Tagesverlauf gewünscht wird
fixe Haushaltslasten morgens und abends vorhanden sind
Überschüsse gering gehalten werden sollen
Die Ost-West-Ausrichtung gewinnt im privaten Wohnbau immer mehr an Bedeutung. Haushalte profitieren von einem besseren Verhältnis zwischen erzeugtem Strom und tatsächlichem Verbrauch. Wer seinen Strom möglichst selbst nutzen möchte, trifft mit einer Ost-West-Anlage oft die wirtschaftlichere Entscheidung.
Eine Südausrichtung liefert den höchsten Ertrag pro kWp, konzentriert sich aber stark auf die Mittagszeit. Für viele Haushalte entsteht dadurch mehr Überschuss, der ohne Speicher ins Netz geht.
Ost-West verteilt die Produktion über den ganzen Tag. Morgens und abends steht mehr Strom zur Verfügung, wodurch der Eigenverbrauch steigt und der Netzbezug sinkt.
Ein Speicher gleicht den Mittagsüberschuss einer Südanlage aus. Trotzdem passt Ost-West in vielen Haushalten besser zum Verbrauchsprofil – mit und ohne Speicher.